HH2SB - Etappe 01 - Hamburg bis Ankum

 

Es ist der 22. August 2018. 4 Uhr und es klingelte der Wecker. Unbekannter Jingle. Ich wollte erst nicht reagieren.

 

Anziehen. Packen. Argh, soviel Zeugs! Brauche ich das alles?

 

 

Frühstück. Welker Salat vom Vortag, ein halbes gekochtes Ei, 4 Fleischbällchen, 5 Gnocchi, 3 Tortellini, ein paar Tomatenspalten. Kein Kaffee - ich brauch heute keinen Verdauungsbeschleuniger.

 

Los um 4.59 Uhr. Um 5.34 Uhr fährt die Fähre ab Teufelsbrück. Papa fährt - Mama ist auch dabei. Supi Fragen, wie "Ist das richtig hier?" oder "Willem, kennst du den Weg?" ... Wir sind rechtzeitig da.

 

Klönschnack am Anleger. Wo ich denn hin will. "Saarbrücken", sag ich. "Aber nicht heute" klar ...

 

Steige fast in die falsche Fähre ein Neeeiin nicht zu Airbus! Warte. Gehe rüber. Da, sie kommt schon! Tschüss Mama, Tschüss Paps. Juppijuppijuppijuppi. Ich bin aufgeregt. Und steige prompt falsch - also zu früh - aus. Rüschpark. Oar. Man ey!!

 

Und dann spackt Garmin rum. Routenabweichung und freeze. Grr... Naja OK. Erstmal zum Finkenwerder Anleger fahren, wo ich ja eigentlich aussteigen wollte. Vielleicht geht es dann wieder.

 

Kein Kilometer weiter werde ich langsam. Mitten in einer Baustelle. Schwarzer Schotter. Rad von vorne. Klicke rechts aus. Neige nach links. Aaaah! KLATSCH! ich liege. Die Radlerin ist erschrocken. Ich: überrascht :D Und dann geht der Alarm los! Garmin hat einen Unfall erkannt. Uuuueeeeeuuuuueeeeeeuuuueeee. Ach ... SO klingt das dann :D Handy plärrt und Garmin gibt mir 30 Sekunden das Ding zu stoppen, sonst geht eine SMS an meine Notfallkontakte. So, ging nochmal gut. Knie blutet etwas. Egal, weiter.

 

Garmin mag auch Finkenwerder nicht. Grrraaaa! Ich ´klatsche es gleich an die Wand. Ok ... Becky ... Komoot. Tour nochmal neu machen. Anderer Startpunkt, diesseits der Elbe. Oh, und siehe da! Es geeeeht!

 

Radeln. Radeln. und noch mehr radeln!

 

Ich bin fast die ganze Zeit alleine. Alle Welt ist bei der Arbeit oder in der Schule. Schön. Die Welt - äh - die Strecke gehört mir.

 

Zwei alte Piepels radeln vor mir. KM 50. Die ersten seit Start. Sie radeln jeden Tag, erzählen sie. Toll!

 

Parzival-Hof! Witzig! Ready Player One .. verstehste?? :D

Es läuft. ich fühle mich gut. Snacks. Wasser. Snacks. Passt. "Komm, Pause um 10 Uhr dann." Bei Km 60 ungefähr. Zack km 70. Huch, kein Hunger. Geht noch. Komm wir machen die 100 voll. oder besser die Hälfte! Guter Plan ... radeln ... radeln ... radeln ... und dann kommt nix!! Nur Landschaft ... zzZZ ... langsam bekomme ich nun doch Hunger. Km 117 oder so DA! Gasthof mit Sommerterrasse! Nice! ich sitze. Ah.

 

Wo ich herkomme. Wo ich hin will. Ob ich einen Motor habe. Die üblichen Fragen :D

Empfehlung heute: Matjes mit Bratkartoffeln. Klingt gut. Nehme ich! Und Cola Light 0,4 ... 2-mal ... und dann Doppelten Espresso nach dem Essen und noch eine Cola Hinterher. 22.90 Euro ... kannste nix sagen.

  

So und dann wurde es schweeeeer. Es ging bergauf. bergab. bergauf. bergab. Und es war noch nicht mal hoch. eher so langgezogen immer.

 

dann "schlechte Wegstrecke" ... Untertreibung! Sand war das! Nix als Sand! Da hilft nur schieben.

 

Und dann sowas:

 

Dafür gabs dann Klönschnack auf halber Strecke :) Nett :) Habe mir auch eine Routenempfehlung angehört. Jo, Danke.

 

 

Stopp bei Edeka. Eis!

 

Stopp bei Aldi. Pizzazunge.

Mein Mors. Aua Sattel.

 

 

Unter 50! Unter 40! unter 30! Unter 20! Yay Sonnenuntergang! Unter 10! Woohoo 5 ... 3 ... 1 ... und dann sagt Garmin ich hätte gewonnen. HA!

Zimmer ist toll. Piepels sind nett. :) Gute Nacht jetzt. 

 

Hier noch, was ich heute verdrückt habe: